Ein Verkäufer arbeitet begeistert in seinem aufgeräumten Büro.

Firmenadressen DSGVO konform kaufen / mieten?

09.04.2020 - Oliver Schumacher

Wer Firmenadressen kaufen möchte, betritt oftmals Neuland: „Darf überhaupt nach der DSGVO mit Unternehmensadressen gehandelt werden?“, „Wo ist der Unterschied zwischen kostenlosen und kostenpflichtigen Unternehmensadressen?“ und „Wie wähle ich einen möglichst guten Anbieter von Unternehmensadressen aus, von dem ich Firmenadressen beziehen möchte?“ sind nur einige Fragen, die so manchem durch den Kopf gehen.

Wie regelt die DSGVO den Verkauf von Firmenadressen?

Im Erwägungsgrund 47.7 der DSGVO wird als berechtigtes Interesse „die Verarbeitung personenbezogener Daten zum Zwecke der Direktwerbung“ benannt. Somit steht dem Handel mit Firmenadressen in Form von Datenbanken zum Zwecke von Direktmarketing nichts im Wege, denn er erfolgt nach Art. 6 lit f. DSGVO im berechtigten Interesse von Datenbankhersteller und Firmenadressenkäufer.

Worauf muss ich achten, wenn ich Unternehmensadressen kaufe?

Entscheidend für Sie ist, dass die Adressen, die Sie kaufen, legal vom Anbieter erfasst worden sind. Dies kann beispielsweise dadurch geschehen, dass der Anbieter Quellen nimmt, die für jedermann zugänglich sind.

Anbieter von Firmenadressen haben sich letztlich drei Dinge zur Hauptaufgabe gemacht:

  • Erfassung von Adressen aus öffentlichen Quellen insbesondere den Internetseiten der Unternehmen.
  • Systematische Aufbereitung und regelmäßige Aktualisierung der Firmenadressen.
  • Professioneller gewerblicher Vertrieb dieser Adressen als Datenbanken.

So manche Anbieter scheuen den Aufwand, ihre Firmenadressen immer aktuell zu halten. Wenn beispielsweise eine Einrichtung wie die IHK oder Handwerkskammer ihre Mitglieder darum bittet, sich in ihr Verzeichnis einzutragen, dann halten viele Mitglieder häufig ihre Daten nicht immer aktuell, da sie ihren freiwilligen Eintrag irgendwann vergessen haben. Außerdem sind in diesen Datenbanken auch nur diejenigen, die sich dort eingetragen haben – also bei Weitem nicht alle aus dem Kammerbezirk.

Entscheidend sind aber auch die Lizenzbedingungen: Was dürfen Sie mit den Firmenadressen machen? Was nicht? Die Lizenzbedingungen sind auch immer davon abhängig, ob Sie die Firmenadressen kaufen oder mieten. Beim Mieten von Unternehmensadressen haben Sie den Vorteil, dass diese immer aktuell gehalten werden. Sollten Sie Adressen kaufen, dann veralten diese zunehmend. Kurz: Ob Sie Firmenadressen mieten oder kaufen hängt letztlich davon ab, wie oft Sie diese Adressen nutzen wollen. Aber Achtung: Nur weil Sie eine Firmenadressen Datenbank kaufen, dürfen Sie diese noch lange noch nicht weiterverkaufen. Dies regelt die Lizenzvereinbarung des Anbieters.

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Was beinhaltet eine Adressen Datenbank oder eine CD mit Firmenadressen?

Meistens beinhaltet eine Datenbank

  • komplette Adresse bzw. Hausanschrift
  • Telefonnummer
  • E-Mail
  • Mitarbeiterzahl
  • Ansprechpartner

Achten Sie drauf, dass die Adressdatenbank auch gleich die jeweils passende Anrede enthält, damit Sie die Anschriften leicht weiterverarbeiten können.

Die Unternehmensadressen können Sie dann sortieren, beispielsweise nach Ländern:

  • Deutschland
  • Österreich
  • Schweiz

oder nach Bundesland

  • Schleswig-Holstein
  • Niedersachsen
  • Hamburg
  • Bremen
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Nordrhein-Westfalen
  • Baden-Württemberg
  • Bayern
  • Saarland
  • Hessen
  • Rheinland Pflanz
  • Brandenburg
  • Berlin
  • Sachsen
  • Sachsen-Anhalt
  • Thüringen

oder nach Städten

  • Düsseldorf
  • Frankfurt
  • Fulda
  • Hannover
  • Halberstadt
  • Stuttgart
  • Langenthal
  • München
  • Nürnberg
  • Stuttgart
  • Weiden

oder nach Branchen, wie

  • Apotheker
  • Ärzte
  • Gastronomie
  • Handwerker
  • Maschinenbauer

Manche versuchen ja auch, Adressen zu finden, die kostenlos sind. Gibt es sowas?

Nach dem Gesetz der Wirtschaftlichkeit wird es schwierig sein, eine Datenbank mit aktuell gehaltenen Unternehmensadressen kostenlos anzubieten:

  • Die Erfassung und insbesondere die Pflege erfordert einen hohen zeitlichen Aufwand. Insbesondere Dubletten dürfen nicht auftreten.
  • Auch die Einhaltung des Datenschutzes kostet Zeit und Geld – auch wenn ein externer Datenschutzbeauftragter benannt wird.
  • Außerdem fallen riesige Datenmengen an, die ordnungsgemäß verwaltet und gespeichert werden müssen.

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