Ein Verkäufer zeigt mit seinem Daumen, dass bei ihm alles läuft.

Tipps, um Adressen einfach und günstig zu kaufen!

07.04.2020 - Oliver Schumacher

Auf den Gedanken, Adressen zu kaufen, kommt so manch einer schnell, wenn er neue Kunden gewinnen möchte. Doch ist es überhaupt erlaubt, Adressen zu kaufen? Worauf muss beim Kauf von Adressen geachtet werden? Und: Wie oft darf man eigentlich gekaufte Adressen verwenden?

Wie sollten Sie Anbieter von Adressen prüfen, wenn Sie Adressen kaufen möchten?

Beschäftigen Sie sich intensiv mit folgenden 5 Fragen, damit Sie einen Anbieter finden, von dem es sich wirklich lohnt Adressen zu kaufen:

  1. Um Urheberrechtsverletzungen vorzubeugen, sollten Sie darauf achten, dass Sie nur Adressen von Anbietern kaufen, die ihre Firmenadressen beispielsweise aus öffentlichen Quellen beziehen. Solche Quellen könnten beispielsweise Bekanntmachungen aus dem Handelsregister sein.
  2. Schauen Sie sich die Lizenzbedingungen genau an. Aus diesen geht hervor, ob Sie die gekauften Adressen auch mehrfach nutzen dürfen. Diese Frage stellt sich insbesondere auch dann, wenn Sie die Adressen konzernintern weiterreichen und weiternutzen möchten.
  3. Hinterfragen Sie die eventuelle Werbeaussage „tagesaktuelle Adressen“ genau. Denn wirtschaftlich lässt es sich normalerweise nicht abbilden, den gesamten Adressdatenbestand tagesaktuell zu halten. Somit kann sich diese Aussage vermutlich nur auf einen Teil der zu kaufenden Adressen beziehen.
  4. Sind die Adressen soweit aufbereitet, dass sie auch gleich von Ihnen verarbeitet werden können? Oder müssen Sie womöglich händisch noch die Anrede „Herr“ bzw. „Frau“ hinzufügen?
  5. Außerdem sollten Sie nachfragen, wie der Betreiber der Adressen Datenbank Sie bei der rechtskonformen Nutzung unterstützt.

Was passiert bei Verwendung von Adressen aus einer Datenbank, für die ich keine Lizenz habe – und somit nicht verwenden darf?

Wer Adressen kaufen möchte, sucht natürlich nach möglichst kostengünstigen Quellen. So ist dann für manche der Gedankengang nahe, auf die gekaufte Adressdatenbank eines befreundeten Unternehmens zuzugreifen. Diese unerlaubte Verwendung kommt aber recht schnell raus, da sich zwischen den zahlreichen „echten“ Firmenadressen auch Kontrolladressen verstecken.

Wer Adressen kaufen möchte, kommt an der DSGVO nicht vorbei. Was ist hier zu beachten?

Gegenstand der DSGVO sind “Vorschriften zum Schutz natürlicher Personen“ (Art. 1). In Erwägungsgrund 14 der DSGVO wird dies auch noch einmal ausdrücklich formuliert: “Diese Verordnung gilt nicht für die Verarbeitung personenbezogener Daten juristischer Personen und insbesondere als juristische Person gegründeter Unternehmen, einschließlich Namen, Rechtsform oder Kontaktdaten der juristischen Person”.

Im Fall juristischer Personen wie Kapitalgesellschaften (AG, GmbH) gilt die DSGVO somit gar nicht. Insbesondere nicht für Firmenadressen bestehend aus Firmennamen, Anschrift und sonstigen allgemeinen Firmenkontaktdaten wie Telefon, Fax und E-Mail. 

Bei Unternehmen, die keine juristischen Personen sind, wie beispielsweise Freiberuflern, erfolgt die Verarbeitung im berechtigten Interesse des Anbieters der Adressen Datenbank. Grundlage der Verarbeitung ist Art. 6 Abs 1f der DSGVO. In Erwägungsgrund 47 wird ausdrücklich “die Verarbeitung personenbezogener Daten zum Zwecke der Direktwerbung” als berechtigtes Interesse benannt.

Fazit: Sie können also Adressen kaufen, ohne gegen die DSGVO zu verstossen. Insbesondere, weil sie Firmenadressendatenbanken für das Direktmarketing ausdrücklich zulässt.

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Adressen kaufen – oder mieten. Was ist besser?

Wer Adressen kauft, kann diese theoretisch beliebig oft für sein Direktmarketing nutzen. Beim Mieten von Adressen beschränkt sich die Nutzung in der Regel auf eine einmalige Marketingaktion. Aber Vorsicht: Nur, weil man Adressen kauft, darf man diese nicht weiterverkaufen – bzw. anderen deren Nutzung erlauben. Ein Blick in die Lizenzbedingungen schafft hier schnell Klarheit.

Für welche Branchen werden überwiegend Adressen gekauft?

Hier einige Branchen, in denen Akquise durch Direktmarketing mit gekauften Adressen eine größere Rolle spielen:

  • Apotheke
  • Altenheim
  • Autohaus
  • Arzt
  • Gastronomie
  • Gesundheitswesen
  • Handwerker
  • Heilpraktiker
  • Hotel
  • Immobilienmakler
  • Journalisten
  • Krankenhäuser
  • Kommunen
  • Kindergarten
  • KMU
  • Maschinenbau
  • Pharma
  • Restaurant
  • Rechtsanwalt
  • Steuerberater
  • Tierarzt
  • Verein
  • Zahnarzt

Adressen kaufen von der IHK bzw. der Handwerkskammer – oder von professionellen Anbietern – Wo ist der Unterschied?

Auch von der IHK kann man beispielsweise Adressen kaufen. Diese sind aber immer nur vom jeweiligen Kammerbezirk. Wer also eine bundesweite Mailingkampagne plant, müsste von allen 79 Industrie- und Handelskammern die Adressen kaufen. Darüber hinaus verfügen diese Anbieter nicht über alle Adressen, sondern nur von denen, die sich dort eintragen lassen.

Häufig müssen die Mitglieder auch selbst ihre Adressen pflegen, was hin und wieder aber nicht gemacht wird, so dass leider manche Adressdaten, die zum Kauf angeboten werden, veraltet sind.

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