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Lesedauer: 11 Minuten

Fördermittel für Digitalisierung im Vertrieb: CRM, KI und digitale Verkaufsprozesse fördern

Lächelnder Oliver Schumacher mit Brille in Blazer und hellblauem Hemd, der vor einem hellen, unscharfen Hintergrund steht, der perfekt das selbstbewusste Aussehen eines Verkaufstrainers wiedergibt.
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Veröffentlicht am: September 1, 2026

Aktualisiert am:

September 2, 2026

Text: Wie digitalisiert Ihr Vertrieb mit echtem Nutzen?
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Stellen Sie sich Situationen wie diese vor: Ein neues CRM wird eingeführt. Der Außendienst bekommt mobile Anwendungen. Angebote sollen schneller erstellt und systematischer nachverfolgt werden. Kundendaten liegen künftig zentral vor. Zusätzlich soll KI Verkäufer bei Recherche, Gesprächsvorbereitung und Datenanalyse unterstützen.

Das klingt nach Digitalisierung im Vertrieb.

Aber wird dadurch tatsächlich besser verkauft?

Nicht automatisch.

Unternehmen investieren teilweise erhebliche Summen in CRM-Systeme, Vertriebssoftware, künstliche Intelligenz und Automatisierung. Trotzdem werden Angebote weiterhin nicht konsequent nachgefasst, Leads bleiben liegen, Kundendaten sind unvollständig und Verkäufer empfinden das neue CRM eher als Kontrollinstrument denn als Unterstützung.

Deshalb würde ich die Digitalisierung des Vertriebs nicht mit der Frage beginnen:

„Welche Software sollen wir kaufen?“

Sondern:

„Welchen Vertriebsprozess möchten wir verbessern?“

Steht darauf eine klare Antwort fest, kommt eine zweite Frage hinzu:

Welche Fördermittel können Unternehmen für CRM, KI, Vertriebssoftware und digitale Verkaufsprozesse nutzen?

Genau darum geht es in diesem Beitrag.

Wichtiger Hinweis zu Fördermitteln für Digitalisierung

Förderprogramme, Fördersätze, Budgets und Voraussetzungen können sich verändern. Hinzu kommt, dass einzelne Bundesländer eigene Programme für die Digitalisierung von Unternehmen anbieten.

Die Beispiele in diesem Beitrag zeigen deshalb vor allem, welche Förderansätze bei einer Digitalisierung des Vertriebs interessant sein können. Ob ein konkretes Programm aktuell verfügbar ist und zu Ihrem Unternehmen sowie Ihrem Vorhaben passt, muss individuell geprüft werden.

Auch der Zeitpunkt kann entscheidend sein. Bei manchen Förderinstrumenten muss die Antragstellung erfolgen, bevor mit dem Vorhaben begonnen wird.

Redaktionsstand: September 2026.

Sie möchten Ihren Vertrieb digitalisieren?

Schildern Sie mir kurz, welchen Vertriebsprozess Sie verbessern möchten und welche Investitionen geplant sind. Gemeinsam mit einem erfahrenen Fördermittelexperten erarbeite ich eine erste Einschätzung dazu, welche Fördermöglichkeiten für Ihre Vertriebsdigitalisierung interessant sein könnten.

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Welche Fördermittel gibt es für die Digitalisierung im Vertrieb?

Für die Digitalisierung im Vertrieb können je nach Vorhaben Förderkredite, Zuschüsse sowie geförderte Beratungs- und Qualifizierungsangebote infrage kommen.

Förderrelevant können beispielsweise CRM-Systeme, Vertriebssoftware, digitale Schnittstellen, Datenanalyse, künstliche Intelligenz, Automatisierung, Kundenportale oder digitale Vertriebskanäle sein.

Ein wichtiges bundesweites Instrument ist derzeit der ERP-Förderkredit Digitalisierung der KfW. Er unterscheidet verschiedene Digitalisierungsstufen und berücksichtigt unter anderem Prozessdigitalisierung, digitale Schnittstellen, die Nutzung von Unternehmensdaten, digitale Geschäftsmodelle und KI.

Für Vertrieb und Verkauf ist besonders interessant, dass auch die Nutzung von Unternehmensdaten zur Verbesserung von Prozessen und Angeboten eine Rolle spielt.

Damit wird deutlich: Digitalisierungsförderung kann durchaus ein Vertriebsthema sein.

Welche Vertriebsprozesse sollten Unternehmen digitalisieren?

Digitalisiert werden sollten vor allem Vertriebsprozesse, bei denen heute Informationen verloren gehen, unnötige manuelle Arbeit entsteht oder Verkaufschancen nicht systematisch bearbeitet werden.

Betrachten Sie beispielsweise den Weg eines Interessenten durch Ihren Vertrieb.

Wie wird ein neuer Lead erfasst? Wer entscheidet, ob er interessant ist? Wann nimmt ein Verkäufer Kontakt auf? Wo werden Gesprächsergebnisse dokumentiert? Wie entsteht daraus ein Angebot? Wer sorgt dafür, dass dieses Angebot nachverfolgt wird? Wann wird eine Verkaufschance als verloren eingestuft? Und wie werden Bestandskunden später auf zusätzliche Potenziale geprüft?

Genau an diesen Übergängen entstehen häufig Probleme.

Eine Anfrage landet im persönlichen E-Mail-Postfach. Ein Angebot wird verschickt, aber anschließend vergessen. Kundeninformationen befinden sich teilweise im ERP, teilweise im CRM und teilweise in persönlichen Notizen. Der Vertriebsleiter kennt zwar den Umsatz, kann aber kaum beurteilen, welche Verkaufschancen tatsächlich in der Pipeline stehen.

Digitale Prozesse können solche Schwachstellen reduzieren, lösen allerdings kein grundsätzliches Vertriebsproblem.

Wer einen schlechten Vertriebsprozess digitalisiert, besitzt anschließend keinen besseren Prozess, sondern einen schlechten Prozess mit Software.

Deshalb sollte die Prozessfrage immer vor der Förderfrage stehen.

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Kann die Einführung eines CRM-Systems gefördert werden?

Ja. Ein CRM-System kann Bestandteil eines förderfähigen Digitalisierungsvorhabens sein. Ob die konkrete CRM-Einführung gefördert werden kann, hängt allerdings vom jeweiligen Programm ab.

Die KfW nennt CRM-Systeme ausdrücklich im Zusammenhang mit der Nutzung von Unternehmensdaten zur Verbesserung von Prozessen und Angeboten.

Auch auf Landesebene existieren Programme, bei denen CRM-Lösungen ausdrücklich berücksichtigt werden. Ein aktuelles Beispiel ist Sachsen-Anhalt, wo im Programm Digital Innovation unter bestimmten Voraussetzungen CRM-Systeme, Einrichtungsleistungen und damit verbundene Schulungen förderfähig sein können.

Das bedeutet nicht, dass jedes Unternehmen in Deutschland automatisch einen Zuschuss für sein neues CRM erhält.

Es zeigt aber: CRM-Förderung ist grundsätzlich ein reales Thema und sollte bei größeren CRM-Projekten geprüft werden.

Welche Kosten einer CRM-Einführung können förderfähig sein?

Je nach Förderprogramm kann deutlich mehr als die reine Softwarelizenz relevant sein.

Bei einem CRM-Projekt entstehen häufig Kosten für Implementierung, Datenmigration, Einrichtung, Schnittstellen, externe Dienstleistungen und Mitarbeiterschulungen.

Gerade die technische Verbindung mit anderen Systemen kann einen erheblichen Teil des Gesamtprojekts ausmachen.

Vielleicht soll das CRM mit dem ERP verbunden werden.

Angebote sollen künftig automatisch übernommen werden.

Der Außendienst benötigt mobilen Zugriff.

Marketing und Vertrieb sollen mit denselben Kundendaten arbeiten.

Wiedervorlagen und Nachfassprozesse werden automatisiert.

Dann sprechen wir nicht mehr nur über den Kauf einer Softwarelizenz, sondern über ein umfassenderes Digitalisierungsvorhaben.

Für eine Fördermittelprüfung ist deshalb die Aussage

„Unser CRM kostet 30.000 Euro“

weniger aussagekräftig als:

„Das möchten wir mit unserem neuen CRM im Vertrieb konkret verändern.“

Warum macht ein neues CRM den Vertrieb nicht automatisch erfolgreicher?

Weil die Software nur das Werkzeug ist.

Wenn Verkäufer keinen persönlichen Nutzen erkennen, wird auch ein technisch hervorragendes CRM nur widerwillig genutzt.

Besonders problematisch wird es, wenn Mitarbeiter zahlreiche Daten eingeben sollen, selbst aber kaum Vorteile daraus ziehen.

Anders sieht es aus, wenn ein Verkäufer morgens sofort erkennt, welche Angebote nachgefasst werden sollten, bei welchen Kunden länger kein Kontakt bestand und wo zusätzliche Verkaufschancen entstehen könnten.

Ein gutes CRM unterstützt den Verkaufsprozess.

Es sollte ihn nicht lediglich dokumentieren.

Deshalb würde ich vor einer CRM-Einführung immer zunächst festlegen:

Wie soll bei uns verkauft werden?

Erst danach sollte entschieden werden, wie die Software diesen Prozess unterstützt.

Kann Vertriebssoftware gefördert werden?

Ja. Vertriebssoftware kann Bestandteil eines förderfähigen Digitalisierungsvorhabens sein. Entscheidend ist weniger die Bezeichnung der Software als der Zweck des Projekts.

Ein digitales Angebotssystem kann beispielsweise einen bislang manuellen Prozess beschleunigen.

Ein Leadmanagement-System sorgt dafür, dass Interessenten zentral erfasst und systematisch bearbeitet werden.

Mobile Anwendungen ermöglichen dem Außendienst den Zugriff auf aktuelle Kundeninformationen.

Digitale Schnittstellen verhindern, dass Daten zwischen CRM, ERP und anderen Anwendungen mehrfach eingegeben werden müssen.

Deshalb würde ich bei einer Fördermittelprüfung nicht nur fragen:

„Ist Software X förderfähig?“

Besser ist:

„Welchen Vertriebsprozess verändern wir durch diese Software?“

Damit wird das Digitalisierungsvorhaben wesentlich nachvollziehbarer.

Kann die Automatisierung von Vertriebsprozessen gefördert werden?

Ja, die Automatisierung kann Bestandteil einer förderfähigen Prozessdigitalisierung sein. Ob ein konkretes Projekt die Voraussetzungen erfüllt, hängt vom jeweiligen Förderprogramm ab.

Gerade im Vertrieb gibt es zahlreiche wiederkehrende Abläufe.

Eine Anfrage kommt herein und wird dem richtigen Verkäufer zugeordnet.

Nach einem Kundentermin entsteht automatisch eine Wiedervorlage.

Ein Angebot wird verschickt und nach einer definierten Zeit erscheint eine Aufgabe zur Nachverfolgung.

Bestandskunden mit bestimmten Merkmalen werden auf zusätzliche Potenziale geprüft.

Dabei sollte das Ziel nicht lauten:

„Wir automatisieren möglichst viel.“

Gute Vertriebsautomatisierung übernimmt vor allem Routine.

Der persönliche Kontakt gehört weiterhin dorthin, wo Beratung, Vertrauen, Verhandlung und individuelle Entscheidungen gefragt sind.

Können digitale Angebotsprozesse und Angebotsnachverfolgung gefördert werden?

Sie können Bestandteil eines größeren Digitalisierungsvorhabens sein. Eine spezielle Förderung für „Angebote nachfassen“ gibt es dagegen selbstverständlich nicht.

Förderrelevant kann beispielsweise ein Projekt sein, bei dem Angebotsdaten digital erzeugt, mit CRM und ERP verbunden, Verkaufschancen zentral dokumentiert und Wiedervorlagen automatisiert gesteuert werden.

Aus Verkaufssicht ist dieser Bereich besonders interessant.

Unternehmen investieren viel Geld in Neukundengewinnung und verlieren anschließend Umsatz, weil bereits abgegebene Angebote nicht konsequent bearbeitet werden.

Digitalisierung kann dafür sorgen, dass keine Verkaufschance einfach vergessen wird.

Das gute Nachfassgespräch ersetzt sie trotzdem nicht.

Kann der Einsatz von KI im Vertrieb gefördert werden?

Ja. Künstliche Intelligenz kann innerhalb bestimmter Digitalisierungsprogramme ausdrücklich förderrelevant sein.

Beim ERP-Förderkredit Digitalisierung gehört die Integration von KI in betriebliche Wertschöpfungsbereiche unter Nutzung unternehmensinterner Daten zu den anspruchsvolleren Digitalisierungsvorhaben.

Auch einzelne Bundesländer bieten inzwischen eigene Unterstützung für KI-Projekte von Unternehmen an.

Im Vertrieb sind beispielsweise Anwendungen denkbar, die Kundendaten auswerten, Verkaufschancen priorisieren, Prognosen unterstützen, Mitarbeiter bei der Recherche entlasten oder Cross-Selling-Potenziale sichtbar machen.

Entscheidend ist allerdings der konkrete Anwendungsfall.

„Wir möchten etwas mit KI machen“ ist noch kein überzeugendes Digitalisierungsvorhaben.

Die Aussage

„Wir möchten unsere vorhandenen Kunden- und Verkaufsdaten nutzen, damit der Außendienst interessante Verkaufschancen schneller erkennt“

beschreibt das Ziel wesentlich besser.

Wo kann KI Verkäufer sinnvoll unterstützen?

KI ist besonders interessant, wenn sie Verkäufer bei informationsintensiven oder wiederkehrenden Aufgaben unterstützt.

Sie kann beispielsweise bei der Vorbereitung von Kundengesprächen, der Analyse vorhandener Kundendaten, der Priorisierung von Verkaufschancen, der Dokumentation oder beim Erkennen möglicher Cross-Selling-Potenziale helfen.

Auch bei der Vorbereitung schwieriger Kundengespräche, Einwände oder Verhandlungen kann KI als Sparringspartner eingesetzt werden.

Der entscheidende Punkt bleibt:

KI sollte Verkäufer besser machen und nicht lediglich zusätzliche Technik in den Verkaufsprozess bringen.

Deshalb sollte auch hier zuerst die vertriebliche Aufgabe beschrieben werden.

Danach lässt sich klären, welche technische Lösung sinnvoll ist und ob für das Gesamtprojekt eine Förderung infrage kommt.

Was ist der Unterschied zwischen KI einsetzen und KI entwickeln?

Für Fördermittel ist diese Abgrenzung wichtig.

Wenn Ihr Unternehmen eine vorhandene KI-Lösung kauft und in die eigenen Vertriebsprozesse integriert, geht es grundsätzlich um die Digitalisierung Ihres Unternehmens.

Entwickeln Sie dagegen selbst eine neuartige KI-Technologie oder ein neues Produkt, kann daraus ein Forschungs- oder Innovationsprojekt werden.

Diese zweite Fragestellung behandle ich deshalb bewusst nicht in diesem Beitrag. Informationen dazu finden Sie im Ratgeber „Fördermittel für Produktentwicklung und Markteinführung“.

So bleiben Digitalisierungsförderung und Innovationsförderung klar voneinander getrennt.

Können B2B-Shop, Kundenportal oder Produktkonfigurator gefördert werden?

Ja. Digitale Kundenschnittstellen können Bestandteil eines förderfähigen Digitalisierungsvorhabens sein.

Dazu können beispielsweise B2B-Shops, Kundenportale, digitale Bestellsysteme oder Produktkonfiguratoren gehören.

Die KfW verwendet selbst ein ausgesprochen vertriebsnahes Beispiel: Ein mittelständischer Hersteller erweitert seinen B2B-Onlineshop um einen interaktiven Produktkonfigurator, der mit dem technischen Vertrieb verbunden ist.

Das zeigt:

Digitalisierung im Vertrieb bedeutet nicht nur CRM.

Sie kann auch bedeuten, dass Kunden bestimmte Schritte selbstständig digital erledigen und der Verkäufer genau dort eingebunden wird, wo persönliche Beratung Mehrwert schafft.

Können Schulungen bei der Vertriebsdigitalisierung gefördert werden?

Ja. Bei bestimmten Förderprogrammen können Schulungen und Weiterbildungen im Zusammenhang mit einem Digitalisierungsvorhaben berücksichtigt werden.

Das gilt beispielsweise dann, wenn Mitarbeiter lernen müssen, mit neuen digitalen Prozessen, Anwendungen oder Zukunftstechnologien zu arbeiten.

Daneben existieren Programme, die Unternehmen bei organisatorischen Veränderungen im Zuge der Digitalisierung unterstützen. Ein Beispiel ist INQA-Coaching, das geeignete kleine und mittlere Unternehmen bei Veränderungsprozessen des digitalen Wandels unterstützt.

Daraus sollte allerdings nicht die pauschale Aussage entstehen:

„Verkaufstrainings werden staatlich gefördert.“

Entscheidend ist immer, ob eine Qualifizierung tatsächlich Bestandteil eines förderfähigen Digitalisierungs- oder Veränderungsvorhabens ist.

Welche Förderprogramme kommen für die Digitalisierung im Vertrieb infrage?

Ein allgemeines Ranking der „besten Förderprogramme“ wäre wenig sinnvoll.

Welches Programm passt, hängt unter anderem von Unternehmensgröße, Standort, Investitionsvolumen, Projektinhalt und Zeitpunkt ab.

Bundesweit ist der ERP-Förderkredit Digitalisierung der KfW derzeit ein wichtiger Ausgangspunkt. Er unterstützt unterschiedliche Digitalisierungsstufen und kann bei anspruchsvolleren Vorhaben zusätzlich einen Förderzuschuss enthalten.

Daneben lohnt sich immer ein Blick auf die Programme des jeweiligen Bundeslandes. Gerade bei CRM, Software, KI und digitalen Geschäftsprozessen können regionale Zuschussprogramme relevant sein.

Für organisatorische Veränderungsprozesse im Zusammenhang mit Digitalisierung kann außerdem INQA-Coaching interessant sein.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht:

„Welches Förderprogramm ist das beste?“

Sondern:

„Welches Programm passt zu unserem konkreten Digitalisierungsvorhaben?“

Sie planen ein größeres CRM-, KI- oder Digitalisierungsprojekt?

Dann können Sie mich gerne ansprechen. Schildern Sie mir kurz das Vorhaben, die geplanten Investitionen und Ihren Unternehmensstandort. Gemeinsam mit einem erfahrenen Fördermittelexperten erarbeite ich eine erste Einschätzung dazu, welche Förderwege näher geprüft werden sollten.

Wann sollte ich Fördermittel für die Digitalisierung meines Vertriebs prüfen?

Möglichst bevor Sie verbindlich mit der Umsetzung beginnen.

Bei verschiedenen Förderprogrammen kann ein bereits erfolgter Projektstart problematisch sein. Das gilt beispielsweise für den ERP-Förderkredit Digitalisierung der KfW.

Deshalb ist folgende Reihenfolge häufig ungünstig:

Software auswählen, Vertrag unterschreiben, Implementierung starten und anschließend nach Fördermitteln suchen.

Besser ist:

Zuerst den Vertriebsprozess analysieren.

Dann das Digitalisierungsvorhaben definieren.

Anschließend mögliche Förderprogramme prüfen.

Erst danach werden die erforderlichen Investitionen verbindlich ausgelöst, sofern das betreffende Förderprogramm diese Reihenfolge verlangt.

Welche Informationen brauche ich für eine erste Fördermittelprüfung?

Für eine erste Einschätzung sind vor allem folgende Informationen hilfreich:

  1. Welchen Vertriebsprozess möchten Sie verbessern?
  2. Welche CRM-, Software-, KI- oder Automatisierungslösung ist geplant?
  3. Welche Systeme nutzen Sie bislang?
  4. Was soll durch das Projekt konkret besser werden?
  5. Welche Software-, Implementierungs-, Beratungs- und Schulungskosten erwarten Sie?
  6. Wie groß ist Ihr Unternehmen beziehungsweise Ihre Unternehmensgruppe?
  7. In welchem Bundesland befindet sich Ihr Unternehmensstandort?
  8. Wann soll das Projekt beginnen?
  9. Wurden bereits Verträge geschlossen oder Leistungen verbindlich beauftragt?
  10. Welche Mitarbeiter und Abteilungen sind am Projekt beteiligt?

Mit diesen Angaben lässt sich wesentlich schneller beurteilen, welche Fördermöglichkeiten überhaupt genauer geprüft werden sollten.

Sie möchten eine erste Einschätzung?

Schicken Sie mir die wichtigsten Eckdaten Ihres Projekts. Gemeinsam mit einem erfahrenen Fördermittelexperten erarbeite ich daraus eine erste Einschätzung zu möglichen Förderansätzen für Ihre Vertriebsdigitalisierung.

Welche Fehler sollten Unternehmen bei der Digitalisierung ihres Vertriebs vermeiden?

Der größte Fehler besteht darin, Digitalisierung mit Softwarekauf gleichzusetzen.

Ein CRM löst keinen undefinierten Vertriebsprozess.

KI repariert keine schlechten Daten.

Automatisierung macht eine falsche Vorgehensweise nicht richtig.

Auch Fördermittel sollten die Entscheidung nicht umkehren.

Kaufen Sie keine Software, nur weil diese möglicherweise gefördert werden kann.

Entscheiden Sie zuerst, welche Verbesserung Ihr Vertrieb tatsächlich benötigt.

Ebenso problematisch ist es, Verkäufer erst nach der Auswahl der Systeme einzubeziehen. Wer täglich mit Kunden arbeitet, sollte frühzeitig mithelfen zu definieren, welche Informationen, Funktionen und Abläufe im Verkaufsalltag wirklich benötigt werden.

Und schließlich gilt:

Ein erfolgreich gefördertes Digitalisierungsprojekt ist noch kein erfolgreicher Vertrieb.

Der Nutzen entsteht erst, wenn Verkäufer besser arbeiten können und Kunden davon profitieren.

Wie wird aus Vertriebsdigitalisierung tatsächlich mehr Verkauf?

Digitalisierung sollte Verkäufer nicht vom Kunden wegführen.

Sie sollte ihnen mehr Zeit und bessere Informationen für Kunden geben.

Ein gutes CRM erinnert nicht nur an die Dateneingabe. Es hilft dem Verkäufer, Verkaufschancen zu erkennen.

Automatisierung dient nicht dazu, Kunden mit Standardnachrichten zu bombardieren. Sie sorgt dafür, dass relevante Aufgaben nicht vergessen werden.

KI ersetzt nicht die Gesprächsführung. Sie kann Verkäufer besser vorbereiten.

Ein digitaler Angebotsprozess schließt keinen Auftrag ab. Er kann aber dafür sorgen, dass Angebote schneller erstellt und konsequenter verfolgt werden.

Genau deshalb gehört die Digitalisierung des Vertriebs nicht ausschließlich in die IT-Abteilung.

Sie ist auch eine Vertriebsaufgabe.

Wenn Ihr Unternehmen ohnehin in CRM, KI, Vertriebssoftware oder digitale Verkaufsprozesse investieren möchte, lohnt sich deshalb zusätzlich die Frage:

Welche Fördermöglichkeiten können wir für dieses Vorhaben nutzen?

Drei verwandte Förderfragen behandle ich bewusst in eigenen Ratgebern

Dieser Beitrag beschäftigt sich ausschließlich damit, wie Ihr eigenes Unternehmen seinen bestehenden Vertrieb digitalisiert.

Entwickeln Sie selbst eine neue Software, KI-Lösung oder andere Innovation, geht es möglicherweise um Forschungs- und Innovationsförderung. Mehr dazu erfahren Sie im Ratgeber „Fördermittel für Produktentwicklung und Markteinführung“.

Verkaufen Sie selbst CRM-, Software- oder Digitalisierungslösungen und möchten wissen, ob Ihre Kunden für deren Kauf Fördermittel nutzen können, finden Sie die Informationen im Beitrag „Fördermittel im Vertrieb: Zuschüsse für Ihre Kunden finden“.

Möchten Sie dagegen neue Auslandsmärkte erschließen, an Auslandsmessen teilnehmen oder international expandieren, lesen Sie „Fördermittel für Internationalisierung, Export und Expansion ins Ausland“.

Damit beantworten die vier Ratgeber unterschiedliche Förderfragen und ergänzen sich gegenseitig.

Häufige Fragen zu Fördermitteln für Digitalisierung im Vertrieb

Gibt es Fördermittel für die Digitalisierung im Vertrieb?

Ja. Je nach Vorhaben können Förderkredite, Zuschüsse sowie geförderte Beratungs- oder Qualifizierungsangebote infrage kommen. Förderrelevant können beispielsweise CRM-Systeme, KI, Vertriebssoftware, Prozessautomatisierung, digitale Schnittstellen und Kundenportale sein.

Kann ein CRM-System gefördert werden?

Ja. CRM-Systeme können Bestandteil förderfähiger Digitalisierungsprojekte sein. Die konkrete Förderung hängt vom jeweiligen Programm, Unternehmensstandort und Gesamtprojekt ab.

Gibt es eine Förderung für Vertriebssoftware?

Vertriebssoftware kann förderrelevant sein, wenn sie Bestandteil eines geeigneten Digitalisierungsvorhabens ist. Entscheidend ist, welchen Prozess die Software verbessert und welche Voraussetzungen das jeweilige Förderprogramm stellt.

Kann KI im Vertrieb gefördert werden?

Ja. Die Integration von künstlicher Intelligenz in Unternehmensprozesse kann bei bestimmten Digitalisierungsprogrammen berücksichtigt werden. Zusätzlich bestehen teilweise regionale Förderangebote für KI-Projekte.

Kann die Automatisierung von Vertriebsprozessen gefördert werden?

Automatisierung kann Bestandteil einer förderfähigen Prozessdigitalisierung sein. Ob ein konkreter Lead-, Angebots- oder Nachfassprozess berücksichtigt werden kann, hängt vom Gesamtprojekt und dem Förderprogramm ab.

Können B2B-Shops und Kundenportale gefördert werden?

Ja. Digitale Vertriebskanäle und Kundenschnittstellen können Bestandteil eines förderfähigen Digitalisierungsvorhabens sein. Dazu können beispielsweise B2B-Shops, Produktkonfiguratoren und Kundenportale gehören.

Werden Schulungen für CRM oder KI gefördert?

Bei bestimmten Programmen können Schulungen im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Digitalisierungsvorhaben berücksichtigt werden. Eine allgemeine Förderung beliebiger Vertriebsschulungen lässt sich daraus jedoch nicht ableiten.

Gibt es Fördermittel für digitale Vertriebsberatung?

Für organisatorische Veränderungsprozesse des digitalen Wandels können Beratungsprogramme wie INQA-Coaching interessant sein. Ob das konkrete Vorhaben die Voraussetzungen erfüllt, muss individuell geprüft werden.

Muss ich Fördermittel vor einer CRM-Einführung beantragen?

Bei verschiedenen Förderprogrammen muss vor Beginn des Vorhabens gehandelt werden. Deshalb sollte die Fördermöglichkeit möglichst vor verbindlicher Beauftragung und Umsetzung geprüft werden.

Welche Förderung gibt es für KI in Unternehmen?

Neben bundesweiten Digitalisierungsprogrammen existieren teilweise spezielle KI-Förderangebote der Bundesländer. Welche Förderung infrage kommt, hängt von Standort, Unternehmensgröße, Anwendungsfall und Investitionsumfang ab.

Sie möchten CRM, KI oder Ihre Vertriebsprozesse digitalisieren?

Vielleicht planen Sie gerade ein neues CRM.

Ihre Angebote sollen digitaler erstellt und konsequenter nachverfolgt werden.

Der Außendienst soll Kundendaten besser nutzen.

Sie möchten KI in bestehende Verkaufsprozesse integrieren.

Oder Sie wissen bereits, dass Ihr Vertrieb digitaler werden muss, sind aber noch unsicher, welche Maßnahmen wirtschaftlich sinnvoll sind.

Dann melden Sie sich gerne bei mir.

Schildern Sie mir kurz, welches Vertriebsproblem Sie lösen möchten, welche Investitionen geplant sind und wie weit das Projekt bereits fortgeschritten ist.

Gemeinsam mit einem erfahrenen Fördermittelexperten erarbeite ich eine erste Einschätzung dazu, welche Fördermöglichkeiten für Ihre Vertriebsdigitalisierung geprüft werden sollten.

Denn die entscheidende Frage lautet nicht:

„Welche Software können wir fördern lassen?“

Sondern:

„Wie können wir unseren Vertrieb besser machen und welche Förderung kann uns bei dieser Investition unterstützen?“

Genau diese Reihenfolge halte ich für richtig.

Quellen und weiterführende Informationen

Die Förderbedingungen und verfügbaren Programme können sich verändern. Für die aktuelle Prüfung eines Vorhabens sind daher insbesondere die Informationen der jeweiligen Fördergeber maßgeblich.

KfW: ERP-Förderkredit Digitalisierung: Zentrale bundesweite Informationsquelle zur Förderung von Digitalisierungsprojekten in Unternehmen. Die KfW erläutert dort die drei Förderstufen Basisdigitalisierung, LevelUp und HighEnd sowie förderfähige Vorhaben rund um Hard- und Software, Prozessdigitalisierung, Unternehmensdaten, digitale Geschäftsmodelle und künstliche Intelligenz. Außerdem finden Sie dort aktuelle Informationen zu Kredithöhen, Förderzuschüssen und Antragstellung. Mehr dazu: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Unternehmen/Innovation-und-Digitalisierung/F%c3%b6rderprodukte/ERP-F%c3%b6rderkredit-Digitalisierung-(511-512)/

Förderdatenbank des Bundes: Die Förderdatenbank des Bundes bietet einen Überblick über Förderprogramme von Bund, Ländern und weiteren Fördergebern. Besonders nützlich ist die Möglichkeit, nach Fördergebiet, Unternehmensgröße und Förderthema zu filtern. Damit lassen sich neben bundesweiten Angeboten auch regionale Förderprogramme für Digitalisierung finden. Mehr dazu: https://www.foerderdatenbank.de/FDB/DE/Home/home.html

Investitionsbank Sachsen-Anhalt: Digital Innovation: Ein konkretes Beispiel für eine regionale Digitalisierungsförderung. Das Programm unterstützt KMU in Sachsen-Anhalt bei investiven Digitalisierungsprojekten. Zu den genannten Anwendungsfeldern gehören unter anderem digitale Unternehmensprozesse, digitale Vertriebsstrategien und die Vernetzung von Systemen mit CRM, Online-Shops und anderen Kundenschnittstellen. Mehr dazu: https://www.ib-sachsen-anhalt.de/de/unternehmen/digitalisieren/digital-innovation/

NRW.BANK: NRW.BANK.Impuls KI: Das Programm zeigt beispielhaft, dass inzwischen auch spezielle Förderangebote für den Einsatz künstlicher Intelligenz existieren. KMU mit Sitz in Nordrhein-Westfalen können aktuell Zuschüsse erhalten, um konkrete KI-Anwendungsfälle vorzubereiten und KI-Systeme zu testen. Die Förderung beträgt bis zu 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben, maximal 25.000 Euro. Mehr dazu: https://www.nrwbank.de/de/foerderung/foerderprodukte/60447/nrwbank-impuls-ki.html

INQA-Coaching: Digitalisierung und betriebliche Veränderungsprozesse: INQA-Coaching unterstützt kleine und mittlere Unternehmen bei Veränderungsprozessen im Zusammenhang mit der digitalen Transformation. Bis zu zwölf Coaching-Tage können gefördert werden, wobei aktuell 80 Prozent der Beratungskosten übernommen werden. Das Programm eignet sich insbesondere für organisatorische Veränderungen und die Einbindung von Beschäftigten in Digitalisierungsprozesse. Mehr dazu: https://www.inqa.de/DE/angebote/inqa-coaching/informationen-fuer-kmu/uebersicht.html

Achtung: Die genannten Programme dienen als Beispiele und Orientierung. Förderbedingungen, Budgets, Förderaufrufe und Antragsfristen können sich ändern. Ob eine Förderung zu Ihrem Unternehmen und Ihrem konkreten Vorhaben passt, sollte deshalb vor Beginn beziehungsweise Beauftragung des Projekts individuell geprüft werden. Melden Sie sich einfach bei mir, damit ich Ihnen helfen kann, Ihre Möglichkeiten maximal auszuschöpfen.

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Dieser Beitrag wird regelmäßig überprüft und bei Bedarf aktualisiert.