Ein Verkäufer rennt begeistert durch den Zieleinlauf.

Verhaltensmuster: So ändern Sie Ihr Verhalten

11.07.2020 - Oliver Schumacher

Vermutlich wissen auch Sie, welchen Verhalten in manchen Situationen besser gewesen wäre, Sie tun es aber dennoch nicht. Nicht, weil Sie es nicht wollen, sondern weil Ihre Gewohnheiten Sie dazu irgendwie zwingen, ihr bisheriges Verhaltensmuster beizubehalten. Häufig kommt dann auch irgendwann die Resignation: „Ich bin, so wie ich bin“ – und man gibt auf. Aber was können Sie tun, um Ihr bisheriges Verhaltensmuster zu ändern? Nachfolgend ein paar Ideen, wie Sie Ihre Gewohnheiten und damit Ihr Verhalten ändern – und (endlich) vorankommen.

Ziele alleine verändern Ihr Verhaltensmuster nicht

So manche schwören auf Ziele. Sie setzen sich regelmäßig hin, formulieren ihre persönlichen Ziele – und setzen um. Doch so einfach ist die Welt für viele nicht. Zumindest nicht für mich. Selbst dann nicht, wenn man die großen Ziele in kleine Etappenziele hinunterbricht. Als ich noch im Verkaufsaußendienst gewesen bin, bekam ich regelmäßig Zielvorgaben. Interessanterweise habe ich manche mit Begeisterung erreicht – und andere nicht.

Sie werden Ihr Verhalten nur ändern, wenn Sie Ihre Ziele geil bzw. erstrebenswert finden

Es ist nämlich ein großer Unterschied, um Verhaltensmuster langfristig zu ändern, ob es sich um Ihre eigenen Ziele handelt – oder um die eines anderen. Und nur manche Ziele, die man als Mitarbeiter erhält (oder aufgedrückt bekommt?), findet man toll. Für die anderen gibt es oft zahlreiche Ausreden. Im Vertrieb werden beispielsweise oft Ziele nicht erreicht, wenn es um die Neukundengewinnung geht: Viele Vertriebler sehen ein, dass neue Kunden wichtig sind – aber innerlich haben sie Konflikte:

  • Angst vor Ablehnung.
  • Andere Prioritäten.
  • Keine Ideen für die originelle Kundenansprache.
  • Keine Konzepte für das Überzeugungsgespräch.
  • Angst vor Maßnahmen der Konkurrenz.
  • Keine Leidensfähigkeit.

Wer sein Verhalten ändern möchte, muss seine Arbeitsweise ändern

Profisportler haben einen exakten Plan. So gibt es Dienstleister, die ihnen einen ganz genauen Trainingsplan aufstellen, was sie machen müssen, um beispielsweise in 10 Monaten einen Marathon innerhalb von 4,5 Stunden laufen zu können. Gut, das erscheint sinnvoll. Jeden Tag ein bisschen. Und wenn man sich an diesen Plan hält, dann wird es auch klappen, oder? Leider gibt es bei der Verhaltensänderung noch ein anderes Problem: Die Gewohnheiten und Denkweisen. Profisportler haben hier fast immer ihre Gedanken im Griff – die wollen aus tiefem Herzen. Aber was ist mit dem Laien?

Ihre Denke entscheidet darüber, ob Sie Ihr Verhalten und Ihre Gewohnheiten ändern

Schriftliche Ziele und einzelne Etappenschritte zum Ziel hin bringen Ihnen wenig, wenn Sie die falsche Einstellung in sich tragen. Wenn Sie sich nämlich nicht überwinden können, sich zu disziplinieren – und kontinuierlich an sich zu arbeiten. Das bedeutet für Sie: Sie müssen Ihren Kopf in den Griff kriegen – erst dann schaffen Sie auch Ihre Ziele, die Sie bisher nicht erreicht haben. Denn Sie erreichen eher die Ziele – oder zumindest annähernd – wenn Sie vom Kopf her diese von Anfang an selbst(!) wollen, Spaß darin finden, vielleicht auch Kollegen haben, die mit Ihnen gemeinsam an diesem Ziel arbeiten usw.

Sie erreichen nur die anderen Dinge nicht mal annähernd, mit denen Sie sich nicht wirklich identifizieren.

Verhalten und Gewohnheiten ändern hat nichts mit reiner positiven Denke zu tun

Natürlich ist positives Denken hilfreich. Aber dennoch ist sicherlich Realismus wichtig. Ich wiege beispielsweise 98 Kilogramm – bei 1,92 m Körpergröße. Wenn ich mir vornehme, als ungeübter Läufer in 3 Monaten 10 Kilometer in unter 35 Minuten zu laufen, dann wird es schwer. Und hier beginnt der nächste Fehler: Wir überschätzen bei der Änderung unserer Verhaltensmuster oft das, was wir kurzfristig erreichen können, unterschätzen hingegen das, was wir langfristig erreichen können. Und das sorgt oft für Frustration – und wir geben auf.

Jeden Tag ein bisschen besser werden – Sie werden staunen, was in 2 Jahren möglich ist

Mal angenommen, Sie wollen Spitzenverkäufer werden, dann sollten Sie sich jeden Tag zwei bis dreimal fragen „Was würde jetzt ein Spitzenverkäufer tun?“ – und einfach das machen, was ihnen einfällt. Der würde nämlich spontan einen potentiellen Kunden anrufen, vielleicht auch einen Kunden, der schon lange nicht mehr gekauft hat – oder mal 10 Minuten etwas lesen zum Thema Vertrieb. Und gerade diese regelmäßigen kleinen Schritte, die nicht alle sofort zum Erfolg führen, aber in Summe, sorgen dafür, dass Sie Ihr Verhalten und damit Ihre Gewohnheiten ändern – und die Ziele erreichen, die Sie toll finden.

Darum: Wenn Ihnen Ziele setzen bisher nichts gebracht hat, dann fangen Sie doch mal anders herum an: Denken Sie anders. Beispielsweise mit den Fragestellungen:

  • Was würde jetzt ein gesundheitsbewusster Mensch tun?
  • Was würde jetzt ein Spitzenverkäufer tun?
  • Was würde jetzt eine gute Führungskraft tun?

Übrigens: Diesen Artikel, den ich jetzt hier in 30 Minuten in die Tasten gehauen habe, habe ich jetzt in die Tasten gehauen – obwohl ich in 50 Minuten einen Termin habe, weil ich mich gefragt habe „Was würde ein erfolgreicher Blogger jetzt tun?“, nachdem ich gerade einen anderen Artikel veröffentlicht habe. Normalerweise hätte ich sonst die Zeit zum Termin „hinplätschern“ lassen, also nicht produktiv genutzt …. Schließlich ist heute Samstag.

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